Salvatore Vitale

SABOTAGE
06.03 – 31.05.2026
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SABOTAGE von Salvatore Vitale (1986) visualisiert ein Ausbeutungssystem digitaler Arbeitskräfte. Mithilfe von Fotografien, Installationen und Videos legt der Künstler die Widersprüche des digitalen Kapitalismus offen: Dieser verspricht mehr Freiheit und Unabhängigkeit, ist aber eigentlich in den Ungleichheiten des postkolonialen Systems verwurzelt.

In Kooperation mit südafrikanischen Selbstständigen zeigt Vitale in seinem Werk, dass menschliche Tätigkeit unverzichtbar bleibt und entwirft mögliche Formen des Widerstands gegen die systemische Ausbeutung der Plattformarbeit.

Der italienische Künstler Salvatore Vitale lebt derzeit in Zürich. Seine Arbeiten sind Teil öffentlicher und privater Sammlungen und wurden weltweit in zahlreichen Museen und auf Festivals für zeitgenössische Kunst ausgestellt.

SABOTAGE präsentiert das Projekt Death by GPS (2022–2026) erstmalig in seiner Gesamtheit und in Form eines immersiven Rundgangs.

Die Ausstellung umfasst Filme, Fotografien und Archivmaterial sowie Textil- und Grafikarbeiten, die sich mit der Sabotage als Form des Widerstands auseinandersetzen.

Von technokratischen Grossunternehmen bis hin zu unsichtbarer Arbeit – SABOTAGE lädt uns dazu ein, die Machtverhältnisse zu hinterfragen, die sich hinter der Gig Economy verbergen.

Salvatore Vitale

Salvatore Vitale (1986) ist ein Künstler italienischer Herkunft, der seit 20 Jahren in der Schweiz lebt. Charakteristisch für seine Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Machtstrukturen, Überwachungssystemen und technologischen Transformationen zeitgenössischer Gesellschaften. Sein Projekt How to Secure a Country (2014–2019), eine Analyse des Schweizer Sicherheitssystems, wurde 2019 in der Fotostiftung Schweiz ausgestellt und führte zu einer Publikation bei Lars Müller Publishers sowie zu Auszeichnungen mit dem PHmuseum Award Grant im Jahr 2017 und dem FOAM Talent Award im Jahr 2018.

Vitale ist Mitbegründer und ehemaliger Chefredakteur von YET magazin und wurde 2023 mit dem Swiss Design Award (Kategorie Design Research) ausgezeichnet. Seine Werke wurden in renommierten Institutionen wie der Fotostiftung Schweiz, CAMERA Turin, FOAM Amsterdam, MAST Bologna und dem Fotofestiwal Łódź ausgestellt. SABOTAGE ist seine erste Ausstellung in der französischsprachigen Schweiz.

Als Professor an der Hochschule Luzern (HSLU) leitet er den Studiengang Transmedia Storytelling und war zudem künstlerischer Leiter der FUTURES European Photography Platform und des EXPOSED Torino Foto Festivals.

Credits

Salvatore Vitale. SABOTAGE

Salvatore Vitale, SABOTAGE ist eine von Photo Elysée produzierte Ausstellung.

Kuratoren
Manuel Sigrist, in Zusammenarbeit mit Sarah Bourget

Szenografie
Andrea Isola
Salvatore Vitale

Grafikdesign
Unstated International

Studio-Produktionsleiter
Aluwani Ratshiungo

Übersetzungen
Sara Cuono
Hubertus von Gemmingen
Gauthier Lesturgie
Christopher Scala

Das Projekt Death by GPS wird unterstützt von:
Ncontemporary Gallery
Pro Helvetia

Drucke
Tricolor Bild Produktion

Partner
item Industrietechnik GmbH
Jakob AG
Ted Support Sàrl
Geiserrahmen AG
Colorlito SA

Der Künstler möchte sich insbesondere bedanken.

Salvatore Vitale möchte die zahlreichen Mitwirkenden würdigen, die dieses Projekt über die Jahre hinweg geprägt haben, darunter Wikus De Wet.

Ein besonderer Dank gilt den Freiberuflerinnen und Freiberuflern, die ihre Geschichten und Einblicke in ihren Alltag mit uns geteilt haben:

Alexious Kadzimba, Ben Mutingiya, Bianca Buisman, Charles Chombo, Chrisant Kitaka, Cynthia Anyanwu, Cynthia Anyawu, Denzel Nyathi, Ilze du Plessis, Inge Laubscher, Jimmy Mashiane, Keith Tsigah, Keletso Ntlailane, Lethabo Ramaoka, Margeret Hartzer, Nkosi Mchunu, Pamela Kananu, Pieter Neil, Puseletso Tsotetsi, Silas Motseo, Sivu Dlamini, Susan Gitari, Tatenda Nhesvure, Trailer Young, Trinity Mofomme, Tumelo Nthinya, Tumelo Mathenjwa, Tyler Sanderson, Zama Luthuli, Zico Simtoti

Partner

Die Ausstellung erhält die grosszügige Unterstützung des Bundesamts für Kultur, der Loterie Romande und Tricolor